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Kartoffelpüree mit Stabmixer herstellen – weshalb der Stampfer die bessere Wahl ist

Kartoffelpüree mag fast jedes Kind und bei Erwachsenen kommen die Kartoffeln häufig in Form von Püree als Beilage auf den Tisch. Wer seinen Kartoffelbrei selbst machen möchte, greift dabei entweder auf einen traditionellen Stampfer zurück oder zerdrückt die gekochten Kartoffeln mit einer Gabel aus dem Besteckschubfach. Einen Stabmixer zu benutzen, liegt zwar auf der Hand, ist für Kartoffeln allerdings weniger geeignet. Erfahren Sie nun mehr über die Beliebtheit von Kartoffelpüree und weshalb sich ein Stabmixer für diese Beilage nicht eignet. Als kleines Extra erhalten Sie außerdem ein Standardrezept für Kartoffelpüree und eine Auflistung möglicher Variationen.

Kartoffelpüree: Selbst gemacht oder Fertigtüte?

Kartoffelpüree ist eine Beilage, die in der Küche einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Die Kartoffeln müssen gewaschen, geschält und gekocht werden, sodass danach der klassische Brei entstehen kann. Der Griff zu Fertigtüten liegt deshalb nah. Wasser aufkochen lassen, Pulver einführen, Milch hinzufügen – fertig! Doch welche Vor- und Nachteile bietet eine solche Fertigtüte wirklich? Hierzu eine kleine Übersicht:

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Vorteile einer Fertigtüte

  • zeitersparnis
  • einfache Zubereitung
  • günstig erhältlich

Nachteile einer Fertigtüte:

  • je nach Marke erinnert der Geschmack kaum an Kartoffeln
  • enthält Zusatzstoffe wie Emulgatoren
  • weniger Nährwerte als selbstgemachter Kartoffelbrei

Hinweis: Für die Fertigtüten werden ebenfalls „echte“ Kartoffeln verwendet. In großen Fertigungsanlagen wird das Gemüse geschnitten, vorgegart und geht danach direkt in die Kühlung. Nach einem weiteren Garen werden die Kartoffeln zu Brei verarbeitet und getrocknet. Die dabei entstehenden Flocken landen danach gepaart mit dem einen oder anderen Konservierungsstoff oder Geschmacksverstärker in den Fertigtüten.

Weshalb Stabmixer für Kartoffelpüree nicht geeignet sind

Kartoffeln bestehen zu einem großen Anteil aus Stärke. Stärke wiederum besteht aus langkettigen Molekülketten. Man bezeichnet Stärke aus diesem Grund auch als Polysaccharid, bzw. als Mehrfachzucker. Ohne erhitzen können diese langen Molekülketten nur schwer verdaut werden, weshalb der Verzehr von rohen Kartoffeln als nicht empfehlenswert gilt.

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Püriert man gekochte Kartoffeln mit einem Stabmixer, werden nicht nur die Ketten, sondern auch die einzelnen Zellen der Stärke zerstört. Gleiches gilt für die enthaltenen Eiweißketten. Die Drehzahl des Stabmixers ist schlichtweg zu hoch für die empfindlichen Moleküle. Das Ergebnis ist ein zäher, klebriger Brei, den niemand essen möchte.

Mit einem Kartoffelstampfer erhalten die Kartoffeln hingegen die gewünschte Konsistenz und können zur beliebten Beilage weiterverarbeitet werden. Zwar zerstört ein Stampfer ebenso die eine oder andere Stärkezelle, doch dabei werden nicht annähernd so viele Stärke- und Eiweißzellen freigesetzt wie bei der hohen Drehzahl eines Stabmixers.

Hinweis: Für andere Pürees wie Erbsen-, Möhren- oder Pastinakenpüree eignet  sich die Verwendung eines Stabmixers. Diese Gemüsesorten enthalten deutlich weniger Stärke und sind dadurch nicht so empfindlich wie Kartoffeln.

Extra: Rezept für ein klassisches Kartoffelpüree und Variationen

Zubereitungszeit: 40 Minuten

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Zutaten (für 2 Personen):

  • 500 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 150 ml Milch
  • 2 EL Butter
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden.
  • Salzwasser in einem Topf erhitzen und die Kartoffelstücke darin für 20-25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  • Kartoffeln abgießen und für einige Minuten abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Milch in einem separaten Topf erwärmen.
  • Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer verarbeiten.
  • Milch hinzufügen und gut mit den Kartoffeln vermengen, bis die typische Konsistenz erreicht ist.
  • Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken, Butter einrühren und servieren.

Neben der klassischen Variante, können Sie das Rezept beliebig erweitern und Ihrem Kartoffelpüree das „gewisse Etwas“ verschaffen. Einige Beispiele erhalten Sie in der nachstehenden Tabelle:

Zusätzliche Zutat Zubereitung
Olivenöl Wird die Butter oder ein Teil der Butter durch Olivenöl ersetzt, erhalten Sie eine mediterranes Kartoffelpüree.
Kräuter Heimische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch verschaffen dem Kartoffelbrei eine besondere Note und sorgen für geschmackliche Abwechslung. Waschen, fein hacken und gemeinsam mit der Butter unter das Püree heben. Tiefgekühlte Kräuter eignen sich hierfür genauso wie frische Kräuter.
Käse Käsesorten wie Pecorino, Manchego oder Parmesan sorgen für eine kräftige Note und einen vollmundigen Geschmack. Mit einer Reine fein raspeln und ebenfalls gemeinsam mit der Butter in das Kartoffelpüree einrühren.
Rote Beete Rote Beete gibt dem Kartoffelpüree einen noch erdigeren Geschmack und sorgt für einen farbenfrohen Teller. Rote Beete schälen, in kleine Würfel schneiden und in einem separaten Topf garen lassen. Danach gemeinsam mit den gegarten Kartoffeln zerstampfen. Besonders geeignet ist diese Variante für Kinder („Drachenpüree“), die schlecht essen oder sehr wählerisch in Bezug auf ihre Speisen sind.

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